Kampagne zur Förderung des Klimaschutzes durch Wärmewende und Sektorenkopplung

Staatssekretärin im Energieministerium Mecklenburg-Vorpommern Ina Marie Ulbrich und Vorsitzender des LEE-MV Johann-Georg Jaeger

Schwerin. 25 März 2019. Die Staatssekretärin im Energieministerium Mecklenburg-Vorpommern Ina-Maria Ulbrich hat am Montag, 25. März 2019, einen Zuwendungsbescheid in Höhe von rund 441.000 Euro an den Landesverband Erneuerbare Energien MV (LEE)übergeben. Mit Hilfe der Fördermittel will der Verband eine Kampagne initiieren, die Wärmewende und Sektorenkopplung zu Gunsten des Klimaschutzes fördert. Die Zuwendung erfolgt auf Grundlage Fördergrundsätze für Kampagnen, die zur Kohlendioxid-Reduzierung und Verbesserung der Ressourceneffizienz beitragen. Die Mittel stammen aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE).

Ziel des Projekts ist es, die Potenziale erneuerbarer Energien und der Sektorenkopplung für Privathaushalte, Kommunen, Unternehmen und Energieversorgern aufzuzeigen. Die geplante Kampagne soll deutlich machen, auf welch‘ vielfältigen Wegen der Klimaschutz ins tägliche Leben integriert werden kann und zur Nachahmung animieren.




Land vernachlässigt Ausbau der Windenergie

Landesverband Erneuerbare Energien fordert mehr Windeignungsgebiete

Schwerin, 13.03.2019. Der Landesverband Erneuerbare Energien Mecklenburg-Vorpommern e.V. (LEE MV) kritisiert das deutlich nachlassende Engagement des Landes beim Ausbau der Windenergie. „Das Land hinkt immer weiter hinter seinen gesteckten Zielen hinterher. Die neu installierte Leistung ist in den vergangenen drei Jahren stetig gesunken und hat 2018 mit 127 Megawatt ihren bisher tiefsten Punkt erreicht. Das geplante jährliche Wachstum liegt aber nach dem Energiepolitischen Konzept bei 300 Megawatt“, erklärte Johann-Georg Jaeger in Schwerin.

Die Ministerpräsidentin Manuela Schwesig müsse Klimaschutz und Energiewende endlich wieder zur Chefsache machen und in diesem Zusammenhang die inzwischen veraltete Energiekonzeption des Landes aus dem Jahr 2015 den aktuellen Klimaschutzzielen anpassen. „Wer die Energiewende ernsthaft vorantreiben und Kohlekraftwerke ersetzen will, muss jetzt dringend handeln“, appellierte der Vorsitzende des LEE MV an die politisch Verantwortlichen.

Damit die Energiewende geschafft werden kann, muss aus Sicht des LEE MV die Windenergie etwa die Hälfte der künftig erforderlichen erneuerbaren Energien bereit stellen. Wichtig sei daher vor allem die Ausweisung neuer Flächen für Windenergieanlagen. Das bedeute mindestens 1,2 Prozent der Landesfläche bis 2025 und 2 Prozent bis 2040. „Davon sind wir noch weit entfernt. Während andere Bundesländer bereits bis zu 2 Prozent ihrer Fläche als Windeignungsgebiete ausgewiesen haben, liegt dieser Wert in Mecklenburg-Vorpommern bei nur 0,6 Prozent“, kritisierte Jaeger.

Er forderte, die laufenden Ausweisungen neuer Windeignungsgebiete bis spätestens 2021 zum Abschluss zu bringen, auch wenn diese nur für einen geringfügigen Zuwachs des Flächenangebots von etwa 0,6 auf 0,8 Prozent sorgen werden. „Parallel muss der im Koalitionsvertrag von 2016 versprochene Windenergieerlass erstellt werden, um verlässliche und ausreichende Rahmenbedingungen für den Ausbau der Windenergie zu schaffen“, so Jaeger.