Energiewende braucht neue Impulse

Projekt „Klimaschutz durch Wärmewende und Sektorenkopplung“ gestartet

Schwerin. Das vom Landesverband Erneuerbare Energien Mecklenburg-Vorpommern e.V. (LEE MV) initiierte Projekt „Klimaschutz durch Wärmewende und Sektorenkopplung“ ist gestartet. Das Ziel des Projektes besteht darin, die Potentiale der erneuerbaren Energien und der Sektorenkopplung aufzuzeigen sowie für deren Einsatz insbesondere im Wärmesektor zu werben. „Die Kohlendioxid-Emissionen in unserem Bundesland entfallen zu rund einem Drittel auf den Wärmebereich. Für das Erreichen der Klimaschutzziele sehen wir hier einen deutlichen Handlungsbedarf“, sagt Projektleiterin Carina Walke.
Das Projekt wird gefördert durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und hat eine Laufzeit von drei Jahren. In dieser Zeit ist unter anderem geplant, den Wärmebedarf in Mecklenburg-Vorpommern zu ermitteln und seine Potentiale aufzuzeigen. Außerdem sollen Leuchtturmprojekte und Innovationen in Mecklenburg-Vorpommern ebenso vorgestellt werden wie Ideen mit besonderer Beispielfunktion außerhalb des Bundeslandes. Geprüft werden soll auch, inwieweit die politischen Rahmenbedingungen bei der Kopplung von Energiesystemen den neuen Anforderungen angepasst werden müssen. „Wir wollen den Energieverbrauchern auch konkrete Umsetzungshilfen an die Hand geben und Möglichkeiten aufzeigen, einen Beitrag zur Wärmewende und Sektorenkopplung zu leisten“, so die Projektleiterin.
Die Klimaschutzkampagne richtet sich an Unternehmen der Energiebranche, Politik, öffentliche Einrichtungen und Privathaushalte.




LEE MV startet Projekt zur Förderung des Klimaschutzes

v.l. Ina Marie Ulbrich, Johann-Georg Jaeger

Schwerin, 25. März 2019. Die Staatssekretärin Ministeriums für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung Mecklenburg-Vorpommern Ina-Maria Ulbrich hat heute den Zuwendungsbescheid in Höhe von rund 441.000 Euro an den Landesverband Erneuerbare Energien Mecklenburg-Vorpommern e. V. (LEE MV) übergeben. Mit Hilfe dieser Fördermittel kann der Verband nun sein lang geplantes Projekt beginnen, welches den Klimaschutz durch Wärmewende und Sektorenkopplung fördern soll. Die Zuwendung erfolgt auf Grundlage Fördergrundsätze für Kampagnen, die zur CO2-Reduzierung und Verbesserung der Ressourceneffizienz beitragen. Die Mittel stammen aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE).
Ziel des Projekts ist, die Potentiale der erneuerbaren Energien und Sektorenkopplung für Privathaushalte, Kommunen, Unternehmen und Energieversorger aufzuzeigen. Die geplante Kampagne soll dabei verdeutlichen, auf welch‘ vielfältigen Wegen der Klimaschutz ins tägliche Leben integriert werden kann und zur Nachahmung animieren.




Land vernachlässigt Ausbau der Windenergie

LEE MV fordert mehr Windeignungsgebiete

Schwerin, 13. März 2019. Der Landesverband Erneuerbare Energien Mecklenburg-Vorpommern e. V. (LEE MV) kritisiert das deutlich nachlassende Engagement des Landes beim Ausbau der Windenergie. „Das Land hinkt immer weiter hinter seinen gesteckten Zielen hinterher. Die neu installierte Leistung ist in den vergangenen drei Jahren stetig gesunken und hat 2018 mit 127 Megawatt (MW) ihren bisher tiefsten Punkt erreicht. Das geplante jährliche Wachstum liegt aber nach dem Energiepolitischen Konzept bei 300 MW“, erklärt Johann-Georg Jaeger, Vorsitzender des LEE MV.

Die Ministerpräsidentin Manuela Schwesig müsse Klimaschutz und Energiewende endlich wieder zur Chefsache machen und in diesem Zusammenhang die inzwischen veraltete Energiekonzeption des Landes aus dem Jahr 2015 den aktuellen Klimaschutzzielen anpassen. „Wer die Energiewende ernsthaft vorantreiben und Kohlekraftwerke ersetzen will, muss jetzt dringend handeln“, appellierte der Vorsitzende an die politisch Verantwortlichen.

Damit die Energiewende geschafft werden kann, muss aus Sicht des LEE MV die Windenergie etwa die Hälfte der künftig erforderlichen erneuerbaren Energien bereit stellen. Wichtig sei daher vor allem die Ausweisung neuer Flächen für Windenergieanlagen. Das bedeute mindestens 1,2 Prozent der Landesfläche bis 2025 und 2 Prozent bis 2040. „Davon sind wir noch weit entfernt. Während andere Bundesländer bereits bis zu 2 Prozent ihrer Fläche als Windeignungsgebiete ausgewiesen haben, liegt dieser Wert in Mecklenburg-Vorpommern bei nur 0,6 Prozent“, kritisiert Jaeger.

Er fordert, die laufenden Ausweisungen neuer Windeignungsgebiete bis spätestens 2021 zum Abschluss zu bringen, auch wenn diese nur für einen geringfügigen Zuwachs des Flächenangebots von etwa 0,6 auf 0,8 Prozent sorgen werden. „Parallel muss der im Koalitionsvertrag von 2016 versprochene Windenergieerlass erstellt werden, um verlässliche und ausreichende Rahmenbedingungen für den Ausbau der Windenergie zu schaffen“, so Jaeger.