Landesverband Erneuerbare Energien MV

Der Landesverband Erneuerbare Energien Mecklenburg-Vorpommern (LEE MV) hat sich am 31.Januar 2017 als Dachverband der Erneuerbaren Energien Branche in Mecklenburg-Vorpommern gegründet. Wir haben uns das Ziel gesetzt, die ökologischen und wirtschaftlichen Vorteile der Erneuerbaren Energien sowie die Notwendigkeit der Energieeinsparung und -effizienz wie auch des Klimaschutzes in Mecklenburg-Vorpommern zu verbreiten und gegenüber der Politik und Öffentlichkeit zu vertreten. Gemeinsam wollen wir ein Gesamtkonzept entwickeln, das mit Energieeinsparung, Netzausbau, Speicherung sowie mit der Koppelung der Sektoren Strom, Wärme und Verkehr einen Weg zu einer weitgehend klimaneutralen und partizipativen Energieversorgung aufzeigt. Als LEE MV setzen wir uns für eine Bündelung der Kräfte und eine gute Zusammenarbeit aller Akteure der Energiewende im Land ein. Wir freuen uns auf weitere Mitglieder und die Zusammenarbeit mit allen Akteuren, die die Energiewende in Mecklenburg-Vorpommern aktiv voranbringen möchten.




Der Verein

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Kernziele des LEE MV
Stand 06/2017

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Präsentation Energiewende
Stand 03/2018, 44 Folien

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News

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Fachtagung: Wärmewende und Sektorenkopplung Mecklenburg-Vorpommern

Mehr als die Hälfte des Endenergieverbrauchs in Deutschland entfällt auf Wärmeanwendungen. Damit ist der Wärmesektor nach wie vor für einen erheblichen Anteil der gesamten deutschen Treibhausgas-Emissionen verantwortlich. Ein Gelingen der Energiewende hängt von der Umsetzung der Wärmewende ab. Die Sektorenkopplung muss hierbei zentraler Ansatzpunkt sein. Die nachhaltige Reduzierung des Energieverbrauchs und die Förderung des Ausbaus der Erneuerbaren Energien im Wärmesektor können nur mit einem sektorenübergreifenden Konzept realisiert werden. Deshalb lädt der Landesverband Erneuerbare Energien Mecklenburg-Vorpommern Sie herzlich zur Fachtagung unter dem Motto:

„Wärmewende und Sektorenkopplung Mecklenburg-Vorpommern“
am 23. Januar 2019 um 13.30 Uhr
in den Saal 3 der Stadthalle Rostock
Südring 90, 18059 Rostock

ein.
Anmeldung ist bis zum 18. Januar 2019 möglich. Schicken Sie hierfür bitte eine Email an: anmeldung@lee-mv.de oder verwenden das Antwortfax. Die Teilnahme an der Fachtagung ist kostenfrei.

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und Anmeldung.

Ablauf

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LEE-MV wählt neuen Vorstand


Der LEE-MV hat auf der Mitgliederversammlung am 15 November Johann-Georg Jaeger als neuen Landesvorsitzenden gewählt. Rudolf Borchert scheidet aus persönlichen Gründen aus und wurde zum Ehrenvorsitzenden gewählt. Rudolf Borchert: "Ich freue mich, dass Johann-Georg Jaeger jetzt das Ruder übernimmt. Er verfügt über breite Kenntnis in allen Bereichen der Erneuerbaren Energien, landespolitische Erfahrung und ist u.a. Aufsichtsratsvorsitzender der Stadtwerke Rostock."
Johann-Georg Jaeger: "Es gebührt großen Dank an Rudolf Borchert . Er hat maßgeblich dazu beigetragen, dass der LEE-MV sich in knapp 2 Jahren zu einem der wichtigsten Akteure für die Energiewende in MV entwickelt hat. Wir freuen uns, dass er uns als Ehrenvorsitzender weiter unterstützen wird. Mit dem Ehrenvorsitz möchten wir die Verdienste von Rudolf Borchert für den LEE-MV würdigen, aber auch sein langjähriges Engagement als Ansprechpartner für alle Akteure der Energiewende und Vors. des Energieausschusses im Landtag."

Rudolf Borchert sieht die Ausweisung von ausreichend Eignungsgebieten für die Windenergie auch weiterhin als zentrale Herausforderung der Energiewende in MV "Wir brauchen 1,2 % der Landesfläche als Windeignungsgebiete bis 2025 und 2 % bis 2040. Mit zu erwartenden 0,8 % liegen die aktuellen Entwürfe für die Regionalplanung weit darunter. Johann-Georg Jaeger fordert, dass die Ministerpräsidentin die Energiewende wieder zur Chefsache macht und das Energieministerium,die Landesenergie - und Klimaschutzagentur sowie die Genehmigungsbehörden mit deutlich mehr Personal ausstattet. Die Energiewende ist eine zentrale Herausforderung und der Klimawandel wird die Zukunft unserer Kinder prägen, wenn wir heute nicht entschlossen handeln. Aus diesem Grund sollte die Ministerpräsidentin die Initiative übernehmen, um bei der geplanten Verfassungsänderung auch den Klimaschutz mit aufzunehmen. Dieses Staatsziel Klimaschutz sollte dann mit einem Klimaschutzgesetz noch in dieser Legislaturperiode untersetzt werden.

Auch in MV decken wir erst ein Drittel unserer Energie aus Erneuerbaren Energien. Auch wenn wir im Strombereich schon sehr gut sind, decken Erneuerbare Energien nur etwa 5 % des Bedarfs im Verkehr und 10 % des Wärmebedarfs. Wir brauchen daher einen weiteren Ausbau der Erneuerbaren Energien und eine effiziente Verknüpfung von Stromerzeugung mit den Sektoren Verkehr und Wärme. Der LEE-MV bereitet daher mit zahlreichen Partnern ein Projekt zur Sektorenkopplung vor.

neuer Vorstand v.l. Rudolf Borchert (Ehrenvorsitzender), Johan-Georg Jaeger (Vorsitzender)



Ohne Bioenergie keine Energiewende in MV


Der LEE-MV fordert eine bessere Nutzung der Bioenergiepotentiale.

Der Landesverband Erneuerbare Energie M-V fordert eine 100% Umstellung auf erneuerbare Energien in allen Bereichen in M-V bis 2040. Dieses bedarf eine optimale Ausnutzung aller erneuerbaren Potentiale im Land. Die Arbeitsgruppe „Bioenergie“ des LEE-MV hat deshalb eine Konzeption „Zukunft der Bioenergie in MV“ erarbeitet, die die Situation, Perspektive und Strategie darstellt, um die erheblichen Bioenergiepotentiale in unserem Land zu erschließen und optimal auszuschöpfen.

"Die Bioenergie ist für die Energiewende unverzichtbar! Sie ist mit 25% der bedeutsamste erneuerbare Primärenergieträger im Land. Insgesamt nutzten wir 5,3 Mrd. kWh Bioenergie als Endenergie für Strom, Wärme und den Verkehr. Damit ist sie der drittwichtigste Energieträger der Stromerzeugung nach Wind und Kohle sowie der wichtigste erneuerbare Energieträger in der Wärmeerzeugung und der Mobilität und trägt damit maßgeblich zur Vermeidung von Treibhausgasen und zum Klimaschutz bei. Doch bei einem Bioenergiepotential von 20-33 Mrd. kWh. in unserem Land werden die vorhandenen Möglichkeiten noch lange nicht ausgeschöpft. Im Gegenteil – die Nutzung ist rückläufig.“ betont Maik Orth, Sprecher der Regionalgruppe des Fachverbandes Biogas e.V. und Mitglied der Arbeitsgruppe Bioenergie. „Die Konzeption zeigt, dass es in unserem Land bereits eine Reihe von Standorten gibt, an denen Bioenergie in einer Weise erzeugt und genutzt wird, die beispielhaft ist. Hierauf gilt es aufzubauen und das gute Potential der Bioenergieanlagen zu nutzen, um bei einer weiteren Steigerung des Wind- und Solarenergieanteils im Stromnetz flexibel und netzdienlich agieren und die Sektoren Strom, Wärme und Mobilität koppeln zu können."

Die AG "Bioenergie" des LEE sieht Chancen auf eine Verdopplung des Bioenergieanteils auf insgesamt 10,6 Mrd. kWh bis 2040 um das Ziel 100% Erneuerbare Energien in allen Verbrauchssektoren in MV zu erreichen. Vor allem für den Wärme- und Verkehrssektor gilt es die noch nicht genutzten Potentiale zu erschließen. Insbesondere Biomethan kann zur Dekarbonisierung in allen Sektoren beitragen.

Die energetische Nutzung biogener Rohstoffe stärkt besonders in strukturschwachen Regionen die Wertschöpfung und schafft bzw. sichert dort Arbeitsplätze. Studien zeigen, dass eine Wertschöpfung in der Bioenergienutzung von 90 Mio. EUR und fast 6.000 Arbeitsplätze erreicht wurden. Von großer Bedeutung in unserem Land sind nicht zuletzt auch die Ökosystemdienstleistungen, die im Zusammenhang mit dem Anbau von Energiepflanzen verbunden sein können z.B. durch die Erweiterung der Fruchtfolgen, Grünlandnutzung, Erhalt von Kulturlandschaft, Biodiversität, Bienen und anderen Insekten.

Rudolf Borchert, Landesvorsitzender des LEE fordert: "Damit die Bioenergie auch zukünftig ein wichtiger Baustein der Energiewende sein kann, muss die Politik dafür schnellst möglich die Rahmenbedingungen verbessern. Falls das nicht geschieht besteht die Gefahr das sich die Kapazitäten der Biogasanlagen in MV in den nächsten Jahren halbiert."

Deshalb enthält die Konzeption entsprechende Forderungen an die Bundes- und Landespolitik.

Der LEE stellt an die Landespolitik folgende konkreten Forderungen:

  • Entwicklung einer Bioenergiestrategie für M-V auf Grundlage dieser Konzeption, die bei veränderten Rahmenbedingungen durch das EEG das Ziel hat, den Bestand der Anlagekapazitäten als unverzichtbaren Bestandteil der Energiewende zu erhalten, insbesondere als Regelenergie für den Strombereich, als regionale Wärmequelle und für die Sektorenkopplung,

  • Schaffung von Rahmenbedingungen zur Absicherung der Teilhabe der Bevölkerung im ländlichen Raum und zur Verbesserung der regionalen Wertschöpfung bei (Bio-) Energieprojekten. Bessere Verknüpfung von ELER-Förderung und Förderung der Erneuerbaren Energien im ländlichen Raum, z.B. Coaching Energiekommunen,

  • Aufnahme der Umstellungsförderung (Investitionen für die Umstellung von fossilen auf erneuerbare Energien) in die ELER-Förderung in der nächsten Förderperiode (ab2021)

Konzeption Zukunft der Bioenergie

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Pressemitteilung

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Energiewende vor oder zurück - Wie geht es weiter in Deutschland?

der Klimaschutz und die Energiewende sind gerade in Mecklenburg-Vorpommern wichtige Zukunftsthemen, die deutlich bessere bundespolitische Rahmenbedingungen benötigen. Der Koalitionsvertrag von CDU/ CSU und SPD sieht dazu einige konkrete Ziele und Weichenstellungen vor, allem voran bis 2020 den Anteil Erneuerbarer Energien im Stromsektor auf 65 Prozent auszubauen und den Treibhausgasausstoß bis 2030 um 55 Prozent zu reduzieren.

Doch was sind diese klima- und energiepolitischen Zielstellungen wert? Mit welchen konkreten Maßnahmen und Fahrplan will die Bundesregierung diese Ziele umsetzen? Wie kann es gelingen der Energiewende in Deutschland neuen Schwung zu geben? Der Landesverband Erneuerbare Energien Mecklenburg-Vorpommern möchte gemeinsam mit der Friedrich-Ebert-Stiftung über die Zukunft der Energiewende in Deutschland informieren und diskutieren.

Als besonderen Gast erwarten wir hierzu Frau Prof. Dr. Claudia Kemfert. Wir laden Sie sehr herzlich zur Fachtagung ein:

„Energiewende vor oder zurück - Wie geht es weiter in Deutschland?“
am 01. November 2018 um 9.30 Uhr
Goldenen Saal im Neustädtischen Palais Schwerin, Justizministerium M-V,
in der Puschkinstraße 19-21, 19055 Schwerin

ein.
Anmeldung ist bis zum 26. Oktober 2018 möglich. Schicken Sie hierfür bitte eine Email an: anmeldung@lee-mv.de oder verwenden das Antwortfax. Die Teilnahme an der Fachtagung ist kostenfrei.

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und Anmeldung.

Ablauf und Antwortfax

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Die Veranstaltung hat bereits stattgefunden.




Positionspapier zur Halbzeit der Legislaturperiode in MV

Der Ausbau der Solarenergie ist ein Kernelement unserer Energiewende!
Die Solarenergie ist eine unverzichtbare Säule der Energiewende und eines wirksamen Klima- und Ressourcenschutzes in MV. Nur die Photovoltaik (PV) und die Windenergie haben ausreichend erschließbare Ausbaupotenziale und Kostensenkungsmöglichkeiten, um die fossilen und atomaren Erzeuger schrittweise zu ersetzen.
An diesem neuen „Leitsystem“ müssen sich künftig regelbare Stromerzeuger sowie bestehende und noch erforderliche Instrumente zum Ausgleich von Erzeugung und Verbrauch orientieren. Denn schon heute ist PV-Strom günstiger als Kohle- oder Atomstrom und zweifellos umweltfreundlicher.

Der Zubau von Photovoltaikanlagen in MV war im vergangenen Jahr nur rd 10% (149,3MWp ) höher als im Vorjahr und liegt damit 20% unter dem durchschnittlichen Zubau in Deutschland. Gleichzeitig sind z. B. rd. 16% mehr Anlagen in unserem Nachbarbundesland Brandenburg (172,9MWp) installiert worden. Im bundesweiten Vergleich liegt Mecklenburg-Vorpommern damit beim Zubau im unteren Drittel. Die Potenziale der Photovoltaik werden bisher nicht adäquat ausgenutzt. Das gleiche gilt auch bei der Solarwärmeerzeugung. Der Solarverband MV und der Landesverband Erneuerbare Energien M-V legt daher einen Forderungskatalog mit den folgenden sechs Punkten vor:

  • Solarstrom in M-V lohnt sich für Land, Menschen und Umwelt!
  • Solarstrom zum Eigenverbrauch, ggf. mit Batteriespeicher und Vermarktung sind das Beste gegen steigende Strombezugskosten.
  • Es gibt riesige Potentiale für Solarstrom in MV auf dem Dach oder der Freifläche – Damit wir nicht abgehängt werden, sollten wir diese nutzen.
  • Beseitigung des 52-GW–PV-Deckels zur Vermeidung eines Markteinbruchs 2020/2021
  • Deutliches Heraufsetzen der jährlichen Photovoltaik-Ausbauziele für PV-Anlagen auf der Freifläche und Gebäuden.
  • Aufstockung der EEG-Auktionsvolumen für PV um 4 GWp, im derzeitigen technologiespezifischen Auktionsdesign verteilt auf die Jahre 2018–2020 und eine Verstetigung auf mindestens diesem Niveau auch in den Folgejahren.


Hintergrundpapier

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Scheitert die Energiewende in Mecklenburg-Vorpommern? | LEE fordert 1,2% der Landesfläche als Windeignungsgebiete bis 2025

Der Landesverband Erneuerbare Energien (LEE) warnt davor, dass die energiepolitischen Ziele auch in Mecklenburg-Vorpommern verfehlt werden. Der LEE hat daher ein Positions-papier erarbeitet, das die Situation, Perspektiven und notwendigen Maßnahmen darstellt, um die beschlossenen energiepolitischen Ziele im Bereich Windkraft an Land noch zu erreichen.

„Mecklenburg-Vorpommern ist noch ein Vorreiter bei der Energiewende. Doch selbst in unserem Land machen Erneuerbare Energien erst ein Drittel der Energieversorgung aus. Das reicht nicht aus, um den Klimawandel zu stoppen, von dem Mecklenburg-Vorpommern mit seinen flachen Küsten und durch zunehmende Trockenperioden besonders betroffen ist. Insbesondere in den Bereichen Wärme und Verkehr spielen Erneuerbare Energien bisher nur eine sehr untergeordnete Rolle. Mit dem Ausbau der Elektromobilität und dem zunehmenden Einsatz von Wärmepumpen wird auch in den Bereichen Verkehr und Wärme Strom eine wesentliche Energiequelle sein. Doch der notwendige Ausbau der Erneuerbaren Energien kommt nicht schnell genug voran, insbesondere der Ausbau der Windenergie an Land,“ betont Rudolf Borchert, Landesvorsitzender des LEE. „Windenergie an Land ist mit einem Anteil von rund 50% der wichtigste Baustein der Erneuerbaren Energien in Mecklenburg-Vorpommern. Um zumindest die Ziele der Landesregierung zu erreichen, bräuchten wir einen jährlichen Zubau von über 300MW, also rund 80 Windkraftanlagen pro Jahr. Aktuell erreichen wir weniger als 200 MW, bei sinkender Tendenz. Das ist ein Alarmzeichen.“

Die Landesregierung hat in ihrer Energiepolitischen Konzeption von 2015 das Ziel festgelegt, bis 2025 die Windenergie an Land auf 6.000MW Leistung auszubauen. Anfang 2018 fehlten an diesem Ziel noch über 2.700MW. Damit müsste von 2018 - 2025 ein Zubau von rund 340MW pro Jahr erfolgen, um dieses Ziel zu erreichen.

„Wir brauchen dringend neue Eignungsgebiete für Windenergie in MV“, fordert Rudolf Borchert vom LEE. „Seit 2011 sind keine neuen Eignungsgebiete mehr ausgewiesen worden. Die laufenden Neuausweisungen kommen nur schleppend voran. Nach aktuellen Informationen werden die Neuausweisungen auch nur zu einer geringfügigen Erweiterung der Eignungsgebiete von rund 0,6% auf nicht einmal 0,8% der Landesfläche führen. Erforderlich sind jedoch mindestens 1,2% bis 2025. Bis spätestens 2040 ist eine Ausweisung von 2% der Landesfläche erforderlich, um noch die Energiewende zu schaffen und dem Pariser Klimaschutzabkommen gerecht zu werden.“

Der LEE legt daher einen Forderungskatalog vor, der folgende sieben Punkte enthält:

  • Das Ziel der Landesregierung, die Windenergie an Land bis 2025 auf 6.000 MW auszubauen, muss umgesetzt werden.
  • Die laufenden Teilfortschreibungen zur Ausweisung neuer Eignungsgebiete sind zügig abzuschließen, spätestens bis 2020, um nach 2011 endlich wieder neue Eignungsgebiete auszuweisen.
  • Das Ausbauziel von 6.000 MW bis 2025 muss Grundlage für die Ausweisung neuer Windeignungsgebiete mit einem Umfang von mindestens 1,2% der Landesfläche bis 2025 sein.
  • Die Landesregierung muss eine grundsätzliche Klärung herbeiführen, wie dieses Ziel unter Berücksichtigung eines angemessenen Artenschutzes und des Landschaftsbildes zu erreichen ist.
  • Der im Koalitionsvertrag vorgesehene neue Windenergieerlass muss die Grundlage schaffen, um die erforderlichen Windeignungsgebiete von 2% der Landesfläche bis 2040 auszuweisen.
  • Eine Konzentration der erforderlichen Eignungsgebiete auf wenige lokal beschränkte Gebiete lehnen wir aus ökologischen und sozialen Gründen ab.
  • Das gesamt zu Verfügung stehende politische und planerische Instrumentarium muss derart ausgerichtet sein, um die genannten Ziele zu erreichen.


Pressemitteilung

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Hintergrundpapier

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Energiepolitische Konzeption für M-V

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Flexibilität mobilisieren | AEE-Regionalkonferenz

Am 29.06.2018 führt die Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) in Kooperation mit dem Landesverband Erneuerbare Energien Mecklenburg Vorpommern (LEE MV) und dem Fachverband Biogas in Rostock die Konferenz „Flexibilität mobilisieren“ durch. Erfahrene Praktiker, Wissenschaft und Experten aus der Wirtschaft erklären in Vorträgen, wie das Zusammenspiel von Sonne, Wind und Bioenergie zum Update der Energieversorgung beitragen kann. Eine Podiumsdiskussion unter der Fragestellung: „Was muss sich ändern für mehr Flexibilität?“ bringt Politik und Erneuerbare-Energien-Branche zusammen. Bei der anschließenden Exkursion können sich Teilnehmer in der Leitstelle eines Stromnetzbetreibers über die Netzintegration der Erneuerbaren Energien informieren. Die Regionalkonferenz ist Teil des 12. Rostocker Bioenergieforums. Die Teilnahme an der Regionalkonferenz ist kostenfrei.

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und Anmeldung.

AEE_Flex
„Flexibilität mobilisieren“
am 29. Juni 2018, 08:30 - 15.00 Uhr
im Hörsaal Justus-von-Liebig-Weg 8, 18059 Rostock der Agar- und Umweltwissenschaftliche Fakultät (AUF) der Universität Rostock,


Programm und Anmeldung

Hier können Sie das Programm herunterladen und sich anmelden.

Link zur AEE




Sauberer Verkehr braucht mehr Erneuerbare Energien

Schwerin. Der Landesverband Erneuerbare Energien (LEE) fordert den Einsatz von mehr Erneuerbaren Energien im Verkehrsbereich, um Stickoxide, aber auch Feinstaub und andere Abgase zu reduzieren.

"Bisher liegt der Anteil Erneuerbarer Energien im Verkehrsbereich bei nur etwa 5 %, sowohl auf Bundes- als auch auf Landesebene. Das heutige Urteil zeigt: Wir müssen endlich dreckigen Diesel durch saubere Erneuerbare Energien ersetzen", fordert Rudolf Borchert, Landesvorsitzender des LEE MV. "Allein ein modernes Windrad erzeugt pro Jahr soviel Strom, dass ein PKW damit 50 Millionen Kilometer fahren kann. Viele Menschen könnten mit Solarstrom vom eigenen Haus einen erheblichen Teil ihres Energiebedarfs für das Autofahren decken. Für den Energiebedarf eines PKW wirden eine Solaranlage it nur etwa 20 m² Größe benötigt.

Aus Sicht des Landesverbandes Erneuerbare Energien sind vor alle drei Maßnahmen erforderlich, um endlich auch imVerkehrsbereich die Umstellung auf umweltfreundlichen Verkehrsmittel zu fördern: Die steuerliche Vergünstigung für Diesel-Kraftstoff müsse beendet werden. Und es müsse eine wirksame Besteuerung von CO2-Emissionen und einen konsequenten Ausbau der Erneuerbaren Energien und des ÖPNV geben.




Flaute für Windenergie in Mecklenburg-Vorpommern

Schwerin. Zum Jahresende 2017 produzierten in Mecklenburg-Vorpommern 1.889 Windenergieanlagen saubere Energie. 58 Anlagen wurden im Jahr 2017 neu in Betrieb genommen. Da gleichzeitig Anlagen zurückgebaut wurden, stieg die Zahl der Windenergieanlagen nur geringfügig von 1.844 in 2016 auf 1889 in 2017. Während die in 2017 neu errichteten Anlagen über jeweils fast 3 Megawatt verfügten, beträgt die durchschnittliche Kapazität der Windenergieanlagen in Mecklenburg-Vorpommern lediglich 1,72 Megawatt. Dies zeigt, dass es ein erhebliches Potenzial nach oben gibt, wenn die Landesregierung die Erneuerung des Anlagenparks planerisch angemessen begleitet.

„Wir müssen aufpassen, dass wir im Ländervergleich nicht zurückfallen und uns damit der Chancen der Energiewende berauben. Seit nun schon vier Jahren fällt der Zubau der Windenergie in Mecklenburg-Vorpommern niedriger aus als im ähnlich strukturierten Brandenburg. Seit 3 Jahren hat uns das flächenmäßig etwas gleichgroße Hessen überholt. Das sind keine guten Aussichten!“, so Andreas Jesse, Landesvorsitzender Bundesverband WindEnergie.

„Die Landespolitik darf sich nicht zu sehr auf den Erfolgen der Vergangenheit ausruhen. Durch die Anhebung der 2020er und 2030er Ziele für den Strommarkt, und das Bekenntnis zur Sektorenkopplung im Koalitionsvertrag zwischen CDU/CSU und SPD eröffnen sich Chancen, die das Land nicht an sich vorbeiziehen lassen sollte“, so Jesse weiter.

„Die Energieproduktion rückt mit der dezentralen Erzeugung von Windenergie, Fotovoltaik und Biogas vor die Haustür der Menschen. Deshalb braucht es eine gemeinsame engagierte Kraftanstrengung der Erneuerbaren und der Landespolitik, die Menschen auf diesem Weg mitzunehmen. Akzeptanz über Beteiligung kann dafür eine Option sein. Diese muss aber noch ausgefüllt werden und in das bundeseinheitliche Ausschreibungsdesign integriert werden. Wirtschafts- und Energieministerium stehen deshalb genauso in der Verantwortung, dafür zu sorgen, dass Mecklenburg-Vorpommern wieder stärker an der Energiewende teilnimmt“, appellierte Rudolf Borchert Landesvorsitzender im Landesverband Erneuerbare Energien Mecklenburg-Vorpommern (LEE MV)

Grafik_WEA_Zubau_2017

Status des Windenergieausbaus an Land zum 31.12.2017 Grafik zum herunterladen
Quelle: http://www.windguard.de/_Resources/Persistent/23f0cbcd629af2a24f59e562abbf0d2a936d3abb/Factsheet-Status-Windenergieausbau-an-Land-2017.pdf




Neue Koalition versagt beim Kohleausstieg Schlechte Rahmenbedingungen für die Energiewende in MV

Der Landesverband Erneuerbare Energien kritisiert das weitgehende Versagen der neuen Koalition beim Klimaschutz und dem Ausbau der Erneuerbaren Energien. Offensichtlich habe sich die Kohle-Lobby weitgehend durchgesetzt. „Der Klimaschutz und die Energiewende sind zentrale Zukunftsaufgaben. Der neue Koalitionsvertrag von CDU und SPD enthält dazu aber fast nur die Wiederholung alter Ziele und lässt konkrete und neue, effektive Maßnahmen vermissen,“ kritisiert Rudolf Borchert, Vorsitzender des Landesverbandes Erneuerbare Energien (LEE). "Mit diesem Koalitionsvertrag fehlen uns wichtige Rahmenbedingungen, um die Energiewende in Mecklenburg-Vorpommern voran zu treiben.“

„Dass das Festhalten am Atomausstieg und die Einhaltung internationaler Klimaschutzabkommen im Koalitionsvertrag besonders betont werden müssen, spricht Bände." so Borchert weiter.

Zum Ausstieg aus der Kohleverstromung wird lediglich eine Kommission eingerichtet. Diese soll bis Ende 2018 ein Ergebnis vorlegen. Weitere konkrete Vorgaben fehlen, insbesondere ein Zieldatum, bis wann der Kohleausstieg erfolgen soll. Auch für das Kohlekraftwerk in Rostock fehlt damit ein Orientierungsrahmen, wann das Kraftwerk abgeschaltet wird, das einen erheblichen Anteil der CO2-Emissionen in Mecklenburg-Vorpommern verursacht. Die dringend notwendige CO2-Besteuerung wird auf die EU-Ebene oder gar die G20-Staaten verschoben. Eine nationale CO2-Abgabe, wie in vielen anderen Ländern bereits üblich, wird es damit nicht geben. Von 46 Mrd Euro zusätzlichen Finanzmitteln geht kein relevanter Betrag in den Klimaschutz. Auch Bürger und Industrie sollen durch Energiepreise nicht belastet werden. Aber sie werden die Folgen und Folgekosten zu tragen haben. Gerade auch Bürger und Kommunen, vor allem aber unsere Kinder, werden Milliarden für die Folgen des Klimawandels bezahlen müssen. Das was wir heute beim Klimaschutz sparen, wird etwa das 10-fache an Folgekosten verursachen. Mecklenburg-Vorpommern mit seinen flachen Küsten wird davon besonders betroffen sein.

Im Gebäudebereich soll zwar ein Gebäudeenergiegesetz erlassen werden. Ziel ist jedoch nicht die Energieeinsparung, sondern Entbürokratisierung und Vereinfachung. Laut Koalitionsvertrag gelten damit „die aktuellen energetischen Anforderungen für Bestand und Neubau fort“. Das ist viel zu wenig in diesem wichtigen Sektor der Energiewende.

Deutschland wird mit diesem Koalitionsvertrag auch zukünftig die selbst gesteckten Klimaschutzziele und sogar EU-Vorgaben verfehlen. Beim Klimaschutz ist Deutschland in Europa nur noch Mittelmaß. Fehlende Vorgaben und Impulse führen dazu, dass Deutschland vom Vorreiter bei Klimaschutz und Erneuerbaren Energien zum Mitläufer geworden ist. Damit verzichten wir auch auf Arbeitsplätze, Absatzmärkte und Impulse für Innovationen in der Wirtschaft.

Der vorgesehene zusätzliche Zubau von je vier Gigawatt Onshore-Windenergie und Photovoltaik ist positiv zu bewerten. Es ist jedoch fast die einzige konkrete zusätzliche Maßnahme zum Klimaschutz, die im Koalitionsvertrag genannt wird. Das allein reicht nicht“, erklärt Rudolf Borchert, Vorsitzender des Landesverbandes Erneuerbare Energien MV (LEE).




Wärmewende Mecklenburg-Vorpommern

Mehr als die Hälfte des Endenergieverbrauchs in Deutschland entfällt auf Wärmeanwendungen. Damit ist der Wärmesektor für einen erheblichen Anteil der gesamten deutschen Treibhausgas-Emissionen verantwortlich. Vor diesem Hintergrund kann eine Energiewende ohne eine Wärmewende nicht gelingen.
Zentrale Ansatzpunkte zur Reduzierung des Energieverbrauchs sowie zur Förderung des Ausbaus der Erneuerbaren Energien im Wärmesektor, insbesondere in Mecklenburg-Vorpommern, möchten wir mit Ihnen diskutieren. Deshalb lädt der Landesverband Erneuerbare Energien Mecklenburg-Vorpommern Sie herzlich zur Fachtagung unter dem Motto:

„Wärmewende Mecklenburg-Vorpommern“
am 24. Januar 2018 um 14.00 Uhr
in den Saal 3 der Stadthalle Rostock,
Südring 90, 18059 Rostock

ein.
Zur Anmeldung schicken Sie bitte bis zum 17.01.2018 eine E-Mail an: anmeldung@lee-mv.de oder verwenden das beiliegende Antwortfax. Die Teilnahme an der Fachtagung ist kostenfrei.

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und Anmeldung.

Ablauf und Antwortfax

Hier können Sie die den Tagesablauf und das Antwortfax herunterladen.

Die Veranstaltung hat bereits stattgefunden.

Vorträge

Hier können Sie die Vorträge der Veranstaltung
herunterladen.

Bundespolitische Rahmenbedingungen der Wärmewende
Ulf Sieberg, Bundesverbandes Erneuerbare Energien e.V.

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Wärmewende in Mecklenburg-Vorpommern
Peter Krüger, Energieministerium M-V

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Voraussetzungen der Wärmewende im Gebäudebereich M-V
Thorsten Rabe, Fachverband SHK M-V

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Die Rolle der Bioenergie für den Wärmemarkt
Maik Orth, Fachverband Biogas M-V

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Solarthermie – Perspektiven für M-V
Torsten Lütten, Solarverband M-V

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Windenergie und Sektorenkopplung
Andreas Jesse, BWE M-V

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Potentiale der Erdwärme
Björn Oldorf – H.S.W. Ingenieurbüro Gesellschaft f. Energie und Umwelt mbH

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„Energiepolitik nach der Bundestagswahl 2017“
Einladung zur Podiumsdiskussion mit den Spitzenkandidaten der demokratischen Parteien

Als Sprachrohr der Energiewende in Mecklenburg-Vorpommern möchte der Landesverband Erneuerbare Energien M-V (LEE MV) gemeinsam mit der Ostsee-Zeitung im Vorfeld der Bundestagswahl mit den Kandidaten der Parteien ins Gespräch kommen, um wichtige energiepolitische Themen anzusprechen und über die Absichten der Parteien zu informieren.

Folgende Kandidaten werden dem Podium angehören: Peter Stein (CDU), Heiko Miraß (SPD), Johann-Georg Jaeger (Bündnis 90/Die Grünen), Toni Jaschinski (Die Linke), Hagen Reinhold (FDP) sowie Leif-Erik Holm (AfD).

Wir laden Sie sehr herzlich ein, am 12. September 2017 um 18.00 Uhr an unserer Veranstaltung „Energiepolitik nach der Bundestagswahl 2017“ in den Räumlichkeiten der Ostsee-Zeitung, Richard-Wagner-Straße 1a, 18055 Rostock teilzunehmen.

Diskutieren Sie mit uns. Wir freuen uns auf Sie!

Kernziele des LEE MV

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Mecklenburg-Vorpommern bei Netzentgelten trotz Reform weiter massiv benachteiligt

Schwerin. Der Landesverband Erneuerbare Energien MV (LEE) kritisiert, dass die Stromkunden in Mecklenburg-Vorpommern auch in Zukunft deutlich höhere Kosten für die Stromnetze zahlen sollen als in anderen Regionen Deutschlands. Derzeit liegen die Netzentgelte im ländlichen Raum in Mecklenburg-Vorpommern über 10 Cent, während sie in großen Teilen Deutschlands zwischen 4 und 7 Cent liegen.

„Wir halten die von der Bundesregierung angekündigte Reform der Netzentgelte für völlig unzureichend, da sie nur die Kosten der großen Hochspannungsleitungen bundeseinheitlich verteilt. Das gesamte übrige Netz, das den Strom regional verteilt und zu den einzelnen Haushalten leitet, bleibt dabei einfach außen vor. Und gerade die Kosten für diese Verteilnetze machen einen erheblichen Teil der Netzkosten im ländlichen Raum aus. Die Stromkunden in Mecklenburg-Vorpommern werden daher auch weiterhin deutlich benachteiligt“, kritisiert Rudolf Borchert, Vorsitzender des LEE.

Nach den jetzigen Planungen würden Stromkunden in den Städten und bevölkerungsreichen Ländern wie etwa Nordrhein-Westfalen weiterhin deutlich weniger für ihr Stromnetz zahlen als beispielweise in Mecklenburg-Vorpommern. Der Landesverband Erneuerbare Energien rechnet damit, dass die Mehrkosten im ländlichen Raum auch weiterhin bei etwa 3 Cent pro Kilowattstunde liegen werden, was einen um etwa 10 Prozent höheren Strompreis bedeutet.

Der LEE MV fordert daher ein wirklich bundesweit einheitliches Netzentgelt, welches auch die Verteilnetze mit einbezieht, da diese im ländlichen Raum den größten Teil der Netzkosten ausmachen. „Ländliche Räume übernehmen eine wichtige Rolle bei der Stromversorgung durch Erneuerbare Energien und versorgen damit die Ballungsräume. Bisher tragen aber allein die Kunden des regionalen Energieversorgers die Kosten für ihr regionales Stromnetz“, kritisiert Rudolf Borchert vom LEE. Dies führe dazu, dass die Netzentgelte im ländlichen Raum zum Teil doppelt so hoch liegen wie in städtischen Gebieten. „Diese bisherige Kostenverteilung ist ungerecht und würde sich durch die angekündigte Reform nur geringfügig ändern“, betont Borchert.

Grafik_Netzentgelte

Strom-Netzentgelte von Netzbetreibern in der Zuständigkeit der Bundesnetzagentur für Haushalte mittlerer Größe mit einem jährlichen Verbrauch zwischen 2.500 und 5.000 kWh (Weiße Flächen: Stadtwerke, i.d.R. mit deutlich geringeren Netzentgelten als im Umland) Grafik: Bundesnetzagentur, Stand 1. 1. 2016
siehe: https://www.bundesnetzagentur.de/SharedDocs/FAQs/DE/Sachgebiete/Energie/Verbraucher/Energielexikon/Netzentgelt.html




LEE-Position zur Klage gegen das Bürger- und Gemeindebeteiligungsgesetzt

Der Landesverband Erneuerbare Energien MV (LEE) zeigt sich nicht überrascht von der Klage gegen das Bürger- und Gemeindebeteiligungsgesetz. Mit diesem Gesetz wurde Neuland beschritten, so dass aus Sicht des LEE mit Klagen zu rechnen war.

Der LEE befürwortet den Ansatz des Gesetzes, das Bürgern und Gemeinden vor Ort die Möglichkeit bietet, vom Betrieb der Windkraftanlagen in ihrer Nähe zu partizipieren.

„Teilhabe ist aus unserer Sicht eine wichtige Säule der Energiewende“, betont Rudolf Borchert, Landesvorsitzender des LEE. „Wir sehen allerdings ein Spannungsfeld zwischen dem neuen Verfahren der bundesweiten Ausschreibung von Windkraftprojekten und dem bisher nur in Mecklenburg-Vorpommern gültigen Beteiligungsgesetz. Aus unserer Sicht sollten landesspezifische Gesetze nicht dazu führen, dass Projekte in Mecklenburg-Vorpommern durch zusätzlichen Aufwand und Kosten gegenüber anderen Projekten in Deutschland benachteiligt werden. Aus diesem Grund würden wir eine bundesweit einheitliche Lösung begrüßen, die als bundesgesetzliche Regelung auch ein einfacheres Verfahren vorsehen könnte, wie die Abführung einer pauschalen Abgabe an die betroffenen Kommunen.“

Die in § 17 des Bürger- und Gemeindebeteiligungsgesetzes ohnehin vorgesehene Überprüfung des Gesetzes, sollte aus Sicht des LEE möglichst frühzeitig erfolgen, um eine Anpassung an die neuen Rahmenbedingungen zu ermöglichen, die sich durch die Einführung der bundesweiten Ausschreibungen für Windkraftstrom ergeben haben.




Erste Fachtagung des Landesverbands Erneuerbare Energien MV Riesenerfolg

Energiewende Mecklenburg-Vorpommern - Quo vadis?

39 Milliarden Kilowattstunden verbraucht Mecklenburg-Vorpommern pro Jahr an Energie, sagt Karsten Joost vom Landesinnungsverband der Elektro- und Informationstechnischen Handwerke M-V. Wie Energie in Zukunft eingespart und somit die Umwelt geschont werden kann, das war nur ein Thema der Fachtagung „Energiewende Mecklenburg-Vorpommern – Quo Vadis“ des Landesverbands Erneuerbare Energien MV (LEE MV) heute in Schwerin. An die 100 Teilnehmer fanden sich im Rittersaal des Finanzministeriums ein. „ So viele interessierte Zuhörer sind ein Riesenerfolg und zeigt, welchen Stellenwert dieses Thema in unserem Land hat“, sagt Rudolf Borchert, Vereinsvorsitzender des LEE MV. Christian Dahlke vom Energieministerium lobte das Engagement des LEE und sieht ihn als wichtigen Partner der Energiewende im Land.

Harald Uphoff vom Bundesverband Erneuerbare Energien sprach über die derzeitigen bundespolitischen Rahmenbedingungen. Insgesamt acht Experten aus der Wind-, Solar- und Bioenergie-, sowie Geothermiebranche sprachen über die Chancen und Möglichkeiten der Energiewende in Mecklenburg-Vorpommern. Schwerpunkt des Tages war Solarenergie. „Wir fordern die Landesregierung auf, die Nutzung von Freiflächenphotovoltaik auf EEG-konformen, landeseigenen Agrarflächen aktiv zu unterstützen und diese für die Umsetzung von Freiflächenprojekten umzusetzen“, sagt Thomas Rudolph, vom Solarverband MV.




Energiewende Mecklenburg-Vorpommern - Quo vadis?

Der Weg hin zu einer deutlichen Reduzierung der Treibhausgasemissionen gegenüber dem Basisjahr 1990 um 80-95% ist noch lang und birgt darüber hinaus die Gefahr, die kurz- und mittelfristigen Maßnahmen zur Dekabonisierung unserer Energielandschaft aus den Augen zu verlieren.
Der Anteil der Erneuerbaren Energien im Wärmesektor hat auf Bundesebene im letzten Jahr nicht nur stagniert, sondern ist im Vergleich zu 2015 sogar leicht von 13,5% auf 13,4% gesunken. Wie sich die Perspektiven der Erneuerbaren Energien in Mecklenburg-Vorpommern darstellen, möchten wir gemeinsam mit Ihnen diskutieren und laden Sie herzlich zur ersten Fachtagung des LEE MV unter dem Motto:

„Energiewende Mecklenburg-Vorpommern - Quo vadis?“
am 24. Mai 2017 um 09.00 Uhr
in den Rittersaal im Finanzministerium,
Ritterstraße 3 in 19055 Schwerin

ein.
Zur Anmeldung schicken Sie bitte eine E-Mail an: anmeldung@lee-mv.de oder verwenden das beiliegende Antwortfax. Die Teilnahme an der Fachtagung ist kostenfrei.

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und Anmeldung.

Ablauf und Antwortfax

Hier können Sie die den Tagesablauf und das Antwortfax herunterladen.

Die Veranstaltung hat bereits stattgefunden.

Vorträge

Hier können Sie die Vorträge der Veranstaltung
herunterladen.

Bundespolitische Rahmenbedingungen der Energiewende
Harald Uphoff

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Photovoltaik in M-V – heute und in Zukunft
Thomas Rudolph

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Solarer Mieterstrom in M-V – neue Chancen
Andre Schmidt

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Große Solarwärme-Anlagen in M-V – für stabile Wärmepreise
Peter Eijbergen

Dieser Vortrag steht in Kürze zur Verfügung.


Zukunftsperspektiven der Windenergie in Mecklenburg-Vorpommern
Klaus Uhl

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Bioenergie in M-V – heute und in Zukunft
Maik Orth

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Perspektiven für die Geothermie in M-V
Jens-Uwe Kühl

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Energieeffizienz als wichtiger Baustein der Energiewende
Karsten Joost

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